Passionsspiel 2016

Das Passionsspiel 2016 lud ein zu einer Zeitreise der Menschheitsgeschichte, die in Wahrheit eine Reise ins Herz des Menschenlebens ist. Die Zuschauer wurden für knapp vier Stunden in jene Zeit versetzt, als die rettende Macht Gottes selbst in Person Jesu von Nazareth ihre volle Wirksamkeit entfaltete, um von nun an alles auf Erden zum Guten zu wenden. Denn jenes Geschehen von einst ist nicht Vergangenheit - es ist die allzeit sprudelnde Quelle, die uns Kraft und Zuversicht spendet.

Der Schicksalsweg zweier junger Menschen hat die Zuschauer im letzten Jahr die Passion und Auferstehung Christi besonders einfühlsam miterleben lassen:

Es ist Cletus, ein junger Arzt aus Pergamon, Kleinasien; damals eine Stadt des prallen Lebens; des Wohlstandes, der Freiheit und der Spaßkultur

und Deliah, die Tochter des reichen Wirtschaftsmanagers Menester und der frommen Mutter Veronika, aus Gergesa in Galiläa.



Cletus, gerade in einer der besten medizinischen Hochschulen der Welt als Arzt ausgebildet, fühlt die Leere und den sittlichen Niedergang seiner Zeit und begibt sich auf den Weg nach Jerusalem, um dort in der Religion Abrahams und Moses, von denen er schon viel erfahren hat, eine Neuorientierung seines Lebens zu finden. Dabei trifft er Deliah, die sich aufmacht, aus ihrer traditionellen religiösen Welt des Judentums auszubrechen, um als begabte Tänzerin eine Weltkarriere zu starten.

Beide finden zueinander und beschließen, zusammenzuleben. Mit diesem Plan treffen sie auf einen geheimnisvollen Propheten aus Nazareth, der sie zunächst überzeugt, eine bewusste Eheschließung zu feiern. Doch bald brechen ihre alten Vorstellungen wieder durch und sie führen eine offene Ehe, die sie als modern und freiheitlich empfinden; vor allem vorerst keine Kinder, um selbständig zu bleiben und sich nicht einengen zu lassen. Besonders Deliahs Vater, der sein ganzes Vermögen in seine Tochter investiert, sorgt dafür, dass ihre Karriere nicht durch Ehe und Kinder gefährdet wird.

Doch dann werden sie von einem schweren Schicksalsschlag getroffen: Deliah stürzt bei einer Tanzprobe so unglücklich, dass sie unheilbar querschnittsgelähmt ist. Alle Pläne (Tanzkarriere, Erfolg, Ruhm, etc.) sind damit zunichte gemacht. Ihr Vater Menester begeht aus Verzweiflung Selbstmord und Deliah will sich von Cletus trennen; sie möchte ihm nicht zur Last fallen und ihm und seiner Karriere nicht im Wege stehen.

Es ist ein langer, bitterer Weg, bis beide dennoch wieder zusammenfinden und sich aufmachen nach Jerusalem, wohin sich ihre letzte Hoffnung, der große Prophet aus Nazareth, mittlerweile begeben hat. Bei ihm hoffen sie, für Deliah Heilung zu finden.

In Jerusalem aber erleben sie die schrecklichen Tage der Verurteilung und Hinrichtung Christi, auf den sie all ihre Hoffnungen gesetzt haben, die nun Schritt für Schritt zusammenbrechen - um am Ende doch die atemberaubende Wende zu erleben. Deliah schwingt sich auf zu tiefer, innerer Freude, die sie in einem Lied zum Ausdruck bringt: “Das Lied der Deliah”.

Mit diesem Blick auf die Osterbotschaft werden die Fundamente sichtbar, die wir angesichts der Stürme unserer Zeit so dringend brauchen.



Wir möchten Sie begeistern für die Botschaft und Liebe Christi.

Wir - das sind Laienspieler aus vielen Gemeinden des Osnabrücker Landes, vorwiegend aus dem Bereich Wallenhorst, Osnabrück-Pye, Neuenkirchen, Bramsche, Vörden und Rieste. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren - die ganze Palette. Zusammen bilden wir seit 1974 die “Passionsspiel-Gemeinschaft im Osnabrücker Land”.

Wir sind keine Profis. Weder die Darsteller, noch die Mitwirkenden, Musiker, Sänger, Masken-Bildner, Techniker für Bild-Licht-Kreationen, für Bühnenbau und Effekte - alles keine Profis. Reines Freizeit-Engagement. Aber viele sind schon seit Jahren dabei. Und das wirkt sich aus:

Wir hören immer wieder mit nicht geringem Stolz, dass wir die Qualität unserer Aufführungen in den letzten Jahren deutlich gesteigert haben. Es steckt viel, viel Arbeit darin. Und viel, viel Begeisterung. Sonst wäre es nicht möglich, Jahr für Jahr so viele Mitwirkende zusammenzubringen. Es ist die Begeisterung für die Sache selbst; das Engagement für jene Botschaft, die dem Leben Sinn, Ziel und Kraft gibt.

Wir hoffen, allen Zuschauern durch unser Spiel einen besonderen Höhepunkt in der vorösterlichen Zeit geboten zu haben. Lassen auch Sie sich begeistern. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie zu einer unserer Aufführungen im nächsten Jahr begrüßen dürfen.


Ihre / Deine Passionsspiel-Gemeinschaft.



In den Hauptrollen waren zu sehen




Jesus der Erlöser
dargestellt von Andreas Siegner, Wallenhorst-Hollage






Deliah, die Tänzerin
dargestellt von Susanne Schönfeld, Ibbenbüren




Cletus, der Arzt

am 19./20.03.2016
dargestellt von Stefan Silva, Bramsche

am 25./26.03.2016
dargestellt von Alexander Melchert, Osnabrück-Pye




Simon Petrus
dargestellt von H.-G. Ruwe, Neuenkirchen b. Br.




Kajaphas der Hohepriester
Drahtzieher der Ermordung Jesu - dargestellt von Maik Schoske, Osnabrück


Hannas Ex-Hoherpriester
die graue Eminenz im Hintergrund - dargestellt von Ansgar Hagemann, Bramsche




Prokurator Pontius Pilatus
fällt das Urteil zur Hinrichtung - dargestellt von Reinhard Dopheide, Wallenhorst-Hollage




Menschen aus dem Volk
Freunde und Feinde, Mitläufer und gekaufte Schreier - dargestellt von Menschen aller Generationen aus dem Landkreis Osnabrück